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Converse Chucks sind wieder in Mode
Bereits 1935 kam der Converse "Chuck Taylor" Athletic Shoe als Basketballschuh auf den Markt und ist heute in fast unverändertem Design wieder erhältlich. Die dicke Gummisohle, das Emblem mit dem fünfzackigen Stern auf dem Knöchel und die Gummikappe an der Fußspitze bilden bis heute die charakteristischen Merkmale des zunächst nur in schwarz hergestellten Schuhs. Während des zweiten Weltkrieges nahm die US-Army die "Chucks" als Sportschuhe in ihren Bestand auf, sie erlebten in den 70ern ihr Revival als Standardausstattung der NBA-Spieler und schwemmten mit der Grunge-Welle der frühen 90er-Jahre wieder in das öffentliche Modebewusstsein. Waren es zunächst eher Jugendliche aus den alternativen Szenen, welche die Chucks zum Kultobjekt erhoben, sind sie mittlerweile ein Massenphänomen. Kenner sehen den recht schnellen Verschleiß nicht als Kritikpunkt an, da deutlichen Tragespuren an Stoff und Sohle zum Erscheinungsbild gern getragener Chucks gehören. Neben der Vielfalt an Obermaterialien, Farben und Mustern hat sich auch die Höhe des Schaftes geändert. Es stehen vier Größen zur Verfügung: knöchelfrei (LO), bis über die Knöchel reichend (HI), doppelte HI-Höhe (X-HI) und bis zum Knie reichend (Knee-HI). Die meisten Schuhgeschäfte bieten eine große Auswahl an Varianten des Unisex-Schuhs an, welcher zu den leichtesten Sneakers der Welt zählt. Ob rosa Farbe, aufgedruckte Schädel, Fellbesatz oder Comicprints, jeder kann aus den wechselnden Kollektionen sein Lieblingsmodell wählen. Die Firma Converse bietet mittlerweile auf ihrer US-Website die Möglichkeit, eigene Designs zu entwerfen und sich das Produkt anschließend zuschicken zu lassen, wobei alle Elemente des Schuhs vom Schnürsenkel bis zu den Nähten personifizierbar sind. Bisher sollen weltweit 800 Millionen Exemplare in hunderten Designs verkauft worden sein, was die Chucks zum erfolgreichsten Schuhmodell aller Zeiten macht. |